Nähtisch

aus Beton, Esche, Linoleum und ein klein wenig Eiche, mit sechs Steckdosen

1,50 m x 1,50 m x 0,75 m

 

Ich entwarf einen Tisch, um daran zu arbeiten. Er soll mich beim Arbeiten nicht einschränken, sondern mir viele Möglichkeiten bieten. Insbesondere beim Nähen: Da der Tisch von allen vier Seiten nutzbar ist, kann ich an einer Seite Stoff zuschneiden, an der zweiten Seite warten die Stecknadeln, eine Seite weiter steht die Nähmaschine und zuletzt bietet der Tisch mir an der vierten Seite auch noch einen Bügelplatz an. So kann ich beim Erledigen der verschiedenen Arbeitsschritte, die sich beständig wiederholen, um den Tisch wandern, ohne ständig die benötigten Utensilien hin- und herzuräumen. Bei großen Teilen kann aber auch die ganze Platte mitsamt eingelegtem Messstab zum Zuschnitt genutzt werden. Die glatte Platte mit den gerundeten Kanten lässt jeden Stoff leicht über den Tisch gleiten. Die Stecknadeln, die dabei über die Platte rutschen, können ihr so wenig anhaben wie der Gebrauch von Schere und Bügeleisen. Nähen ist mein Hobby, nicht mein Beruf. Daher ist der Tisch recht universell einsetzbar ‒ wenn nicht genäht wird, so dient er als Schreibtisch für zwei Personen, die einander gegenüber sitzen.

Mit diesem Stück gewann ich “Die Gute Form”, den jährlichen Gestaltungswettbewerb der Gesellenstücke der Tischler-Innung Köln.